Der Airedale Terrier

Die Qual der Wahl

Rassebeschreibung

Rassestandard

Überlegungen vor der Anschaffung

Die Qual der Wahl…

Nachdem wir uns dazu entschlossen hatten, unseren Traum vom eigenen Hund zu erfüllen, ging es nun darum sich Gedanken zu machen welche Rasse am Besten zu uns passen würde.Unserer Idealvorstellung nach, sollte der Vierbeiner ein unkomplizierter, mit Mensch und anderen Hunden verträglicher, Begleiter im Alltag und auf unseren Reisen sein. Wir wollten aber keinen „zu lieben“, angepassten Charakter, sondern gerne eine Persönlichkeit mit „eigenem Kopf“. Trotzdem loyal und treu. Er sollte nicht ängstlich sein, sondern für jede „Schandtat“ bereit.Außerdem hatten wir folgende Vorstellungen von unserem Hund:

Nach monatelanger Recherche über verschiedene Hunderassen sind wir schließlich beim Airedale-Terrier gelandet. Je länger wir uns mit seinen Eigenschaften befassten, desto begeisterter waren wir. Allem Anschein nach, vereinten die Airedales unsere Vorstellungen wie keine andere Rasse. Als wir dann die ersten Exemplare in Natura kennenlernten, waren wir davon überzeugt, dass solch eine Gumminase bei uns einziehen sollte.

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Rassebeschreibung - Airedale Terrier

Herkunft/Geschichte

Der Airedale Terrier ist eine vergleichsweise junge Rasse. Wie die meisten Terrier stammt auch er aus England. Die Rasse entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts im Flusstal der Aire in der englischen Grafschaft Yorkshire (Mittelengland). Die Bewohner dieser Gegend brauchten einen vielseitigen, unkomplizierten, unempfindlichen und geschickten Hund. Er sollte beispielsweise als Jagdhund auf Wasserwild, Otter, Dachs und Fuchs ebenso geeignet sein, wie als Viehtreiber und Wachhund.

Aire dale

Hierzu verpaarte man zunächst die in der Gegend verbreiteten Terrier, wie den Old English Black and Tan Terrier und den Bullterrier mit dem Otterhound. Die genaue Entstehung des Airedales ist allerdings nicht bekannt. Später sollen aber auch Gordon Setter und Schottische Schäferhunde mit eingekreuzt worden sein.

Nachdem Anfangs sein Äußeres wenig interessierte und der Airedale sogar als unansehnlich beschrieben wurde, hat er sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der edelsten Terrier entwickelt.

Die Rasse “Airedale Terrier” wurde das erste Mal um 1880 auf einer Zuchtschau erwähnt. Etwa 10 Jahre später kam der erste Airedale nach Deutschland.

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Erscheinungsbild

Der Airedale ist mit seiner Schulterhöhe von 58- 61 cm bei Rüden und 56 - 59 cm bei Hündinnen, der zweitgrößte Terrier und wird aufgrund seiner edlen Erscheinung auch „König der Terrier“ genannt.

Das Gewicht liegt bei etwa 20 bis 30 kg.

Der Airedale gehört zu den rauhaarigen Terriern. Sein Fell verfügt über ein wetterfestes doppeltes Haarkleid mit hartem, leicht gewelltem Deckhaar und dichter, weicher Unterwolle. Die Haarfarbe bezeichnet man als Black & Tan. Der Sattel, der Nacken und die Oberseite der Rute sind schwarz oder gräulich. Alle anderen Körperpartien sind Lohfarben.

Der Airedale Terrier imponiert durch seine Größe, seinen muskulösen Körper und durch seine elegante Bewegung.

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Wesen und Eigenschaften

Der Airedale Terrier wurde, aufgrund seiner Vielseitigkeit von Beginn an in Deutschland als Gebrauchshund eingesetzt und gehört seither zu den so genannten Gebrauchshunderassen. Er überzeugt mit seinen ursprünglichen Wesenseigenschaften wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Belastbarkeit und Gesundheit. Früher war er auch unter dem Beinamen " Kriegshund " bekannt. Denn im Boxer-Aufstand in China, im russisch-japanischen Krieg und im ersten- und zweiten Weltkrieg wurde er als Melde- und Sanitätshund eingesetzt. Heute stellt er seine Vielseitigkeit, Zuverlässigkeit, Treue und seinen Mut bei der Polizei, im Grenzschutz und beim Zoll, sowie in der Rettungshundearbeit unter Beweis.

Airedale Geschwister

Der Airedale Terrier ist auch als Familienhund hervorragend geeignet. Er ist kinderfreundlich, meist friedfertig mit anderen Hunden, anhänglich und komplikationslos im Haus zu halten. Denn obwohl er temperamentvoll ist, ist der Airedale charakterlich ausgeglichen. Durch seine liebenswerte, fröhliche Art ist er eine wundervolle Bereicherung für die Familie. Außerdem ist er ein echter Beschützer, da er unerschrocken, mutig und wachsam ist.

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Haltung , Erziehung und Pflege

Richtig sozialisiert und erzogen, ist der Airedale Terrier ein liebenswerter, fröhlicher und zuverlässiger Begleiter. Er versteht sich prima mit Kindern und ist auch auf Reisen ein anpassungsfähiges Familienmitglied.

Er braucht ausreichende körperliche und geistige Beschäftigung. Dann ist er im Haus ruhig und ausgeglichen.

Neben den täglichen ausgedehnten Spaziergängen bieten sich als Beschäftigungsmöglichkeit z.B. die verschiedenen Arten des Hundesports, wie Agility, Obedience, Fährtenarbeit, VPG und Turnierhundesport an. Aber auch beim Joggen, Radfahren oder auf der Wanderung ist der Airedale mit Freude dabei.

Auf keinen Fall darf der Airedale im Zwinger gehalten werden. Er braucht Sozialkontakte und die Nähe zu seinen Menschen.

Seine Erziehung sollte liebevoll und konsequent sein. Er ist sehr intelligent, lernfreudig und arbeitswillig, manchmal aber auch dickköpfig. Deswegen sollte man eine ordentliche Portion Geduld bei der Erziehung mitbringen. Der Airedale Terrier ist außerdem ein Spätentwickler und ist erst mit 2-3 Jahren mental erwachsen.

Der Airedale Terrier hat, im Vergleich zu den meisten anderen Hunderassen, im Frühjahr und Herbst keinen natürlichen Haarwechsel. Das reife, abgestorbene Haar muss daher regelmäßig (ungefähr alle 3 Monate) durch Trimmen entfernt werden. Dabei wird das Haar nicht geschoren, sondern mit einem Trimmesser oder den Fingern ausgezupft. Das Trimmen sollte man sich zumindest die ersten Male von einem Profi zeigen lassen.

Ansonsten hat der Airedale ein pflegeleichtes Fell und es genügt, ihn mehrmals wöchentlich zu bürsten und zu kämmen.

Bei dieser Pflege, verliert der Airedale keine Haare (!!) und ist deshalb auch recht gut für Allergiker- Haushalte geeignet.

Link zu einer Seite des KFT über das Trimmen.

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Rassestandard des Airedale Terrier

FCI - Standard Nr. 7 / 28.11.2003 / D

Übersetzung: Frau Dr. Christa v. Bardeleben

Ursprung: Großbritannien

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 29.10.2003

Verwendung: Terrier

Klassifikation FCI: Gruppe 3 Terrier. Sektion 1 Hochläufige Terrier. Arbeitsprüfung fakultativ

Allgemeines Erscheinungsbild: Größte der (englischen) Terrierrassen. Ein muskulöser, aktiver, ziemlich kompakter Hund ohne Anzeichen von Hochläufigkeit oder unverhältnismäßiger Körperlänge

Verhalten / Charakter /Wesen: Entschlossener Ausdruck, schnell in der Bewegung, jederzeit voll gespannter Erwartung. Sein Charakter wird gekennzeichnet und unterstrichen durch den Ausdruck der Augen, durch die Art, die Ohren zu tragen und durch die aufrechte Rutenhaltung. Offen und vertrauensvoll, freundlich, couragiert und intelligent. Stets wachsam, nicht aggressiv, aber furchtlos.

Kopf: Gut proportioniert, ohne deutlichen Unterschied in der Länge von Schädel und Vorgesicht. Ohne Stirnfalten.

Oberkopf: Schädel: Lang und flach, nicht zu breit zwischen den Ohren und zu den Augen hin gering schmaler werdend. Stop: Kaum wahrnehmbar

Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Vorgesicht gut ausgefüllt, vor den Augen nicht einfallend oder rasch verjüngt. Jedoch soll eine feine Modellierung einen keilförmigen, nichtssagenden Ausdruck vermeiden.
Lefzen: Gut anliegend.
Kiefer/Zähne: Ober- und Unterkiefer tief, kraftvoll, stark und muskulös, da Stärke des Fangs erwünscht ist. Dagegen ist eine übermäßige Entwicklung der Kieferbögen, die eine rundliche oder hervortretende Backenbildung bedingen würde, unerwünscht. - Zähne kräftig, Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiss kann akzeptiert werden. Rück- und Vorbiss sind unzulässig.
Backen: Flach, nicht ausgefüllt.
Augen: Von dunkler Farbe, klein, nicht hervortretend, voller Terrierausdruck, Kühnheit und Intelligenz. Helles oder hervortretendes Auge ist höchst unerwünscht.
Ohren: V-förmig, seitlich getragen, klein, aber zur Größe des Hundes passend. Die obere Linie des gefalteten Ohres befindet sich knapp über der Schädellinie. Herabhängende oder zu hoch angesetzte Ohren sind unerwünscht.

Hals: Trocken und muskulös, von mäßiger Länge und Stärke, allmählich in die Schulter übergehend, ohne Kehlhaut.

Körper:
Rücken: Kurz, kräftig, gerade und eben, ohne Schlaffheit.
Lenden: Muskulös. Bei kurzen und gut aufgerippten Hunden bleibt wenig Raum zwischen den letzten Rippen und den Hüften. Bei einem weniger geschlossenen Hund wird sich gerade hier eine Schwäche zeigen.
Brust: Tief, etwa bis zu den Ellenbogen reichend, aber nicht breit. Rippen gut gewölbt.

Rute: Üblicherweise kupiert (in Deutschland verboten).
Kupiert: Hoch angesetzt und fröhlich getragen, nicht über den Rücken geringelt, von guter Stärke und Substanz. Die Spitze soll annähernd bis zur Höhe der Schädeldecke reichen.
Unkupiert: Hoch angesetzt und fröhlich getragen, nicht über den Rücken geringelt, von guter Stärke und Substanz.

Gliedmassen:
Vorhand: Vorderläufe ganz gerade mit guter Knochensubstanz.
Schultern: Lang, gut zurückliegend, schräg gelagert. Schulterblätter flach.
Ellenbogen: Lotrecht zum Körper, frei an den Schultern arbeitend.

Hinterhand:
Oberschenkel: Lang und kräftig.
Kniegelenke: Gut gewinkelten, weder nach innen noch nach außen gedreht.
Unterschenkel: Bemuskelt .
Sprunggelenke: Tiefstehend, von hinten betrachtet parallel zueinander.

Pfoten: Klein, rund und kompakt mit gut ausgebildeten Ballen, gut gepolstert mit gut gebogenen Zehen, weder nach innen noch nach außen gestellt.

Gangwerk: Läufe gerade vorwärts greifend. Die Vorderläufe werden frei und parallel zu den Seiten bewegt. Beim herankommenden Hund sollen die Vorderläufe eine Fortsetzung der geraden Linie der Front bilden, wobei die Pfoten denselben Abstand voneinander haben wie die Ellebogen. Die Schubkraft kommt aus der Hinterhand.

Haarkleid: Haar: Hart, dicht und drahtig, nicht so lang, daß es struppig wirkt. Glatt und flach anliegend, Körper und Läufe bedeckend. Deckhaar hart, drahtig straff, Unterwolle kürzer und weicher. Das härteste Haar kringelt sich oder ist leicht gewellt. Lockiges oder weiches Haar ist höchst unerwünscht.

Farbe: Sattel schwarz oder gräulich, ebenfalls Nacken und Oberseite der Rute. Alle anderen Körperpartien lohfarben. Die Ohren sind oftmals dunkler im Loh. Dunklere Schattierungen findet man gelegentlich auch am Hals und an den Schläfen. Einige weiße Haare zwischen den Vorderläufen können akzeptiert werden.

Größe: Schulterhöhe ca. 58 - 61 cm für Rüden (23 - 24 ins), ca. 56 - 59 cm für Hündinnen (22 - 23 ins).

Fehler: Jede Abweichung von den genannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Dieser geänderte Standard ist ab April 2004 in Kraft getreten.

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Überlegungen vor der Anschaffung eines Airedale Terrier

Auch wenn auf diesen Seiten viele Worte des Lobes über den Airedale-Terrier zu lesen sind, sollten sich zukünftige Hundebesitzer gut überlegen ob diese Rasse wirklich zu den individuellen Lebensumständen passt.

Dieser Hund braucht sein Leben lang (also nicht selten bis zu 15 Jahre) eine Menge Beschäftigung. Das bedeutet reichlich Bewegung, körperlich wie geistig! Er möchte überall dabei sein und am Besten jeden Tag ein kleines Abenteuer erleben.

Die Erziehung dieser Strubbelschnute und die Arbeit mit ihr sollte immer liebevoll und freundschaftlich sein, erfordert aber auch Zeit, Geduld, Phantasie und sehr viel Konsequenz. Denn der Airedale ist kein Befehlsempfänger. Der Terrierdickkopf will von dem Sinn der Aufgabe überzeugt werden. Gelingt einem das nicht, stellt sich der Airedale schon mal stur. Hat der Airedale aber Spaß an einer Aufgabe, ist er ein sehr gelehriger und verlässlicher Hund, der sehr gut in allen möglichen Einsatzgebieten (siehe auch unter Haltung, Erziehung und Pflege) auszubilden ist. Mental erwachsen wird er erst relativ spät, mit etwa 2-3 Jahren.

Der Airedale ist gerade als Welpe und Junghund ein Wirbelwind, manchmal auch etwas ungestüm und hat immer Lust auf Schabernack. Kann er seine Energie und Lebensfreude nicht anderweitig ausleben, dann kann es schon mal passieren, dass die häusliche Einrichtung oder die Gartengestaltung ein wenig leiden muss.

Der Airedale verfügt übrigens über einen ganz speziellen Sinn für „Humor“ und ist sein Leben lang ein Clown. Auch im hohen Alter ist er häufig noch sehr neugierig und verspielt.

Wenn man einen Welpen zu sich holen möchte, sollte man sich ruhig Zeit lassen bei der Auswahl des Züchters. Die Umgebung in der der Welpe die ersten Lebenswochen (und somit die wichtige Prägungsphase) verbringt, hat einen elementaren Einfluss auf das ganze spätere Leben.

Eine Möglichkeit sich einen ersten Eindruck über den Zwinger und seine Zuchtziele zu machen, sind beispielsweise die Internetauftritte der Züchter. Eine Liste der Züchter, die dem VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) angeschlossen sind und Mitglieder des KfT (Klub für Terrier e.V.) sind, finden Sie hier.

Eine weitere gute Sozialisierung in den ersten Lebensmonaten z.B. in Form von regelmäßigem Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen, Tieren und Lebenssituationen, ist immens wichtig um später einen sozial sicheren und umgänglichen Begleiter zu haben. Auch das ist ein Grund mehr, viel Zeit für den vierbeinigen Mitbewohner einzuplanen.

Wenn der zukünftige Hundebesitzer sich auf die oben angeführten Eigenarten des Airedales einlassen möchte und kann, dann wird er sicherlich viele wunderbare, abwechslungsreiche und spannende Jahre mit ihm verbringen.

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