Die flotte Lotte

Wie alles anfing

Lotte zieht ein

Die erste Läufigkeit

Lotte - Glenroses You´re Princess Fiona
Wurftag: 20.03.2008
Größe: ca. 60 cm
Gewicht: 23 Kg (im Alter von 11 Monaten)

Airedale Lotte

Lotte ist ein  lebensfrohes, selbstbewusstes und lustiges  Airedale-Mädchen. Sie liebt alle Menschen und Hunde und freut sich wenn sie möglichst überall dabei sein kann.

Hobbies: mit anderen Hunden toben, Hasen und Rehe jagen, buddeln, schnuffeln, auf dem Sofa schlafen  und alles fressen was ihr unter die Strubbelschnute kommt.

Wie alles anfing

... ein Hund sollte es sein, endlich. Nach all den Jahren der Geschäftigkeit ohne Zeit für Haustiere... Nur was für einer?

Kein Airedale Um einen Überblick über die verschiedenen Rassen und deren spezifischen Eigenschaften zu bekommen, guckten wir uns wochenlang die Rassebeschreibungen auf Internetseiten an.  Mein lieber Scholli – gibt es viele Rassen, teilweise extra für den modernen Menschen des 20 Jahrhunderts gezüchtet!! Und alle haben laut Beschreibung andere tolle Eigenschaften. Wie im Katalog kann man da vergleichen: wachsam, kinderlieb, Größe, Futter, Fellpflege usw.
Nach einigen Wochen hatten wir dann eine grobe Vorstellung, welche Veranlagungen und Eigenschaften unser  Hund haben sollte.  Es sollte ein unkomplizierter, mit Menschen (v.a. auch mit Kindern) und anderen Hunden  verträglicher, Begleiter für den Alltag und für unsere Reisen sein. Allein hier fielen ja schon einige Rassen raus, deren Vertreter eher als zurückhaltend gegenüber Fremden  oder als schwierig  mit anderen Hunden gelten. Für uns eine Horrorvorstellung. Als Begleiter beim Joggen, Radfahren aber auch auf Wanderungen in den Bergen, wollten wir außerdem einen sportlichen, temperamentvollen und v.a. gesundheitlich robusten Hund. Durch Überzüchtung sind ja leider viele Rassen heut zu Tage leider ganz schön anfällig für Krankheiten, wie z.B. Hüftprobleme durch zu stark abfallenden Rücken oder Atemprobleme durch zu platte Nasen.

Wie wäre es also z.B. mit einem Labrador oder Golden Retriever? Sind ja gerade ganz groß im Kommen, Sonntags ist der halbe Wald voll davon. Aber irgendwie sprang da der Funke bei uns nicht über. Man kann ja nichts Schlechtes über die beiden Rassen sagen. Haben von allem etwas und gelten als relativ unkompliziert.

Aber genau das wollten wir irgendwie nicht. Einen „zu lieben“,  angepassten Charakter. Dann lieber eine Persönlichkeit mit „eigenem Kopf“ und zu jeder „Schandtat „bereit.
So landeten wir bei den Terriern. Die  Beschreibungen klangen schon mal interessant: "keine reinen Befehlsempfänger", böse Zungen behaupten "ausgesprochene Dickköpfe". Aber intelligent, agil, robust, wachsam und immer den Schalk im Nacken.

So haben wir dann den Border Terrier näher ins Auge gefasst, alle Webseiten über ihn studiert und Videos auf Youtube zu den putzigen Kerlchen angeschaut. In Natura sieht man die ja eher selten.

Airedale Terrier Lotte im Schnee

Eines Tages saß Olaf bei seinem Frisör und eine Frau kam mit einem Border Terrier zur Tür rein. Was ein Zufall und eine gute Gelegenheit sich aus erster Hand über die Rasse zu informieren. "Ist das nicht ein Border Terrier, ja erzählen sie doch mal, wir überlegen uns auch so einen putzigen Kerl anzuschaffen", so wurde das Fachgespäch in Gang gebracht. Tolle Hunde, aufgeweckt, ganz liebe Weggefährten, immer zu einem Spaß aufgelegt usw., also alles Tako, wir waren schon überzeugt - so einer soll es sein. Aber dann sagte die Frau: "Aber warum nehmen sie nicht einen Airedale Terrier? So einen hatten wir früher und das war ja so ein toller Hund".
"Airedale, kenne ich nicht!? Ach, das sind doch diese großen Terrier mit dem Bart und den Puschelbeinen, na ich weiß nicht die sehen schon ein bisschen sonderbar auf den Bildern aus. Und außerdem, wenn das so ein toller Hund war, warum haben sie dann einen Border und nicht wieder einen Airedale genommen?". Die Frau merkte an, das sie ja unterdessen nicht mehr die Jüngste wäre und sie und ihr Mann (der Frisör), sich aufgrund des fortgeschrittenen Alters leider keinen Airedale mehr zutrauen. Sie hatten ja schon immer Hunde, aber der Airedale war wirklich etwas ganz Besonderes.

Zurück vom Frisör haben wir natürlich über den spannenden Zufall diskutiert und uns nun diesen Hund mal näher im Internet angeschaut. Anfänglich, fand Kirsten v.a. das Äußere der Airedales eher befremdlich. Aber je länger wir uns mit seinen Eigenschaften befassten, desto begeisterter waren wir. Allem Anschein nach, vereinten die Airedales unsere Vorstellungen tatsächlich so gut wie keine andere Rasse. Als wir dann die ersten Exemplare in Natura kennenlernten, waren wir davon überzeugt, dass solch eine Gumminase bei uns einziehen sollte. Und So kam es dann auch ....

Top


Lotte zieht ein…

Unsere kleine Lakritznase wurde am 20.  März 2008 geboren. Ihre Mutter Paula hat ganze Arbeit geleistet  und an diesem Tag 12 gesunde Welpen zur Welt gebracht!

Das erste Mal haben wir die Babys  im Alter von 3 Wochen besucht. Sie hatten seit ein paar Tagen die Augen geöffnet und krabbelten noch ziemlich unbeholfen in der Wurfkiste umher. Da  die Milch ihrer Mutter für so viele hungrige Mäuler nicht ausreichte, wurden sie mit  spezieller Welpennahrung zugefüttert.  Hier ein kleiner Film den wir an dem Tag gedreht haben.

Airedale Welpe Lotte

Lotte („Nr.7“) mit 6 Wochen

Bei unserem nächsten Besuch bei den Züchtern in  Burgdorf,  waren die Welpen 6 Wochen alt. Wir konnten die Nächte zuvor  vor lauter Vorfreude  nicht richtig schlafen, denn  an diesem Tag durften wir unseren Hund aussuchen! Nach längerer Überlegung hatten wir  schon mal festgelegt, dass es eine Hündin sein sollte.  So hatten wir noch 4 wuselige Welpen zur Auswahl. Die Entscheidung fiel letztendlich auf die „Nr. 7“.  Es war ein aufgewecktes Fräulein, das Spaß am Buddeln zeigte und lebhaft mit ihren Wurfgeschwistern herumtollte.  Glücklich fuhren wir nach Hause. Die kleine Maus blieb aber vorerst noch bei ihrer Mama  und ihren Geschwistern.

Airedale Welpe Lotte

Lotte, 9 Wochen alt

Bis zum endgültigen Umzugtermin am 9. Juni haben wir es nicht ausgehalten und sind 10 Tage vorher noch mal die 2 ½ Stunden zu den „Glenroses“  gefahren. Lotte war schon ordentlich gewachsen und wir haben unseren ersten kleinen Spaziergang mit ihr gemacht.  

Am 9. Juni 2008 war es dann endlich so weit. Wir haben unsere kleine Strubbelschnute  zu uns geholt!!! Die Autofahrt in ihr neues Zuhause hat sie ganz tapfer gemeistert. In Gelsenkirchen angekommen, hat Lotte  im Sturm unsere Wohnung, die Blumenbeete und die Essensvorräte erobert.

 

Unser Herz hatte sie ja schon längst…!

Hundeblick

Airedale Welpe Lotte

Top


Die erste Läufigkeit

Da Lottes Schwester Ronja bereits mit 7 Monaten das erste Mal läufig wurde, haben wir  ab diesem Zeitpunkt auf alle möglichen und unmöglichen Zeichen geachtet, wann es wohl bei Lotte losgehen würde. Da dies ja auch „unsere“ erste Läufigkeit sein würde, waren wir schon ganz gespannt, wie wir diese Zeit  so meistern werden.
Airedale Lotte in Unterhose

Am 22.Dezember hat sich der Spuk mit heftigem Durchfall (im Badezimmer von Olafs Eltern,  bei denen wir über die Feiertage zu Besuch waren) angekündigt. Ein Tag später entdeckten wir dann den ersten Blutstropfen. Olafs Vater hat ein paar alte Boxershorts geopfert, die wir Lotte anzogen und alles war gut. Vom Wesen her war sie die ersten Tage ganz normal.

Als wir dann wieder bei uns zuhause waren, rollten wir die Teppiche zusammen und ließen Lotte ohne Hose (sie hat sie nur die ersten 3 Tage akzeptiert) herumlaufen. Das Getropfe hielt sich auch in Grenzen, da sie sich recht gründlich putzte.

In der zweiten Woche der Läufigkeit, war unsere Kleene ganz schön neben der Kappe. Sie war quängelig und irgendwie antriebslos.

Allmählich wurde die Blutung heller und weniger. Die heißen Tage rückten also näher. Unser Hund wurde von Tag zu Tag unleidiger, heulte viel, konnte den Urin nicht lange halten, so dass sie auch einige Tage hintereinander nachts raus musste. (Kleine Anmerkung von Kirsten: Hier scheinen ähnliche Mechanismen abzulaufen  wie bei jungen Eltern, wenn das Baby nachts schreit. Denn Olaf bekommt  von dem Zirkus natürlich nichts mit, so dass  eben Frauchen mitten im Winter mit Schlafanzug und Gummistiefeln bekleidet, auf die Straße geht).  Auf den Spaziergängen (wir ließen sie seit Beginn der Läufigkeit nicht mehr von der Leine), heulte sie anderen Hunden hinter her und schnüffelte wie wild an jeder Hundehinterlassenschaft (für uns zu der Zeit auch visuell sichtbar, weil Schnee lag).

Am 14.Tag war wohl der Höhepunkt erreicht. An dem Tag  wurde sie auf dem Spaziergang von mehreren Rüden belagert, worauf sie eher ängstlich reagierte. Sie wusste wohl noch nicht, was da mit ihr geschieht…Zuhause schlief sie den ganzen Tag und hat das Fressen verweigert.
Ab da ging es wieder „bergauf“ mit Lotte. Sie blutete immer weniger und wurde von Tag zu Tag agiler. Am Tag 21 war der Spuk vorbei. Wir ließen sie auch wieder frei laufen.

Die Wochen nach der Läufigkeit war Lotte super. Sie hörte so gut wie nie zuvor und lief auch nicht mehr so weit weg wie früher. Bis auf leicht geschwollene Zitzen, hat sie die Scheinträchtigkeits-Zeit sehr gut überstanden. Sie war die ganze Zeit fröhlich und temperamentvoll.

Nun sind 2 Monate seit der Läufigkeit vergangen. Lotte wird allmählich immer frecher und „schwerhöriger“.  Die Lust am Jagen ist wieder ziemlich ausgeprägt und wir müssen sie draußen  sehr genau beobachten, damit wir sie abrufen können, bevor sie auf und davon saust. Der Terrierdickkopf hat uns wieder. Also war die brave Lotte doch größtenteils „hormonbedingt“ und nicht unbedingt  das Ergebnis unserer tollen Erziehung ;-)

Naja, wenigstens hat sie die Zeit gesund und munter überstanden. Das war uns das wichtigste, da wir sie gerne intakt lassen wollen.

Top