Mantrailing
Was ist Mantrailing?
Mantrailing (engl.: man = Mensch ; trail= Spur)
Mantrailing ist eine Form der Personensuche. Der Hund (Mantrailer) folgt dabei der individuellen Geruchsspur eines bestimmten Menschen.
Es wird also nicht nach Bodenverletzungen gesucht wie bei der Fährtenarbeit, sondern nach den verlorenen Geruchspartikeln der gesuchten Person. Der Hund sucht mit tiefer, halbhoher oder hoher Nase. Es geht nicht darum spurtreu zu arbeiten, da der Geruch durch verschiedenste Einflüsse vom eigentlichen Trail weggeleitet werden kann.
Damit der Hund weiß, wen er suchen soll, bekommt er zu Beginn einen Gegenstand, der den Geruch der Person trägt (z.B. ein Kleidungstück) gezeigt.
Beim Mantrailing wird im Brustgeschirr und an einer 5-10 Meter langen Leine gearbeitet.
Einsatzmöglichkeiten
In der Rettungshundearbeit werden immer mehr Mantrailer ausgebildet. Je nach Situation/Anforderung werden sie oftmals auch in Kombination mit Flächensuchhunden, zur Suche nach vermissten Personen (z.B. Demenzpatienten) eingesetzt.
Mantrailing wird aber auch jenseits der professionellen Rettungshundearbeit immer beliebter. So bieten z.B. immer mehr Hundeschulen MT-Kurse an. Nasenarbeit ist eine artgerechte und sinnvolle Beschäftigung für die Hunde. Und für die Frauchen und Herrchen ist es faszinierend zu erleben, welche tollen Leistungen ihre Wauzis mit ihrer Nase vollbringen können.

Seit diesem Frühjahr trailen wir nun also regelmäßig mit Uschi. Lotte macht die Sache gut und es sind auch deutliche Fortschritte zu sehen. Ob wir jemals so weit kommen, dass wir für die Rettungshundearbeit taugen, wird wohl erst in 1-2 Jahren absehbar sein. Auf jeden Fall sind wir total happy darüber, dass wir mit Uschi trainieren können und freuen uns auf jeden Trailtermin!

Lotte die Spürnase
Auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung (neben dem normalen Unterordnungstraining auf dem Hundeplatz) für unsere temperamentvolle Strubbelschnute, waren wir ziemlich bald sicher, dass Nasenarbeit gut zu ihr passen würde. Die übliche Fährtenarbeit riss uns allerdings nicht so vom Hocker. Eines Tages sind wir dann beim Thema Rettungshundearbeit gelandet. Kirsten war sofort ganz fasziniert von dem Thema und hat in den folgenden Wochen viel über die verschiedenen Sucharten (Mantrailing, Flächensuche, Trümmersuche) gelesen.
Dank Silke hatte sie die Möglichkeit einen Trainingstagtag bei einer Rettungshundestaffel mitzuerleben. Sie war sehr fasziniert von der Leidenschaft mit der die Menschen und Hunde arbeiten. Silke vermittelte dann auch den Kontakt zu der Mantrailerin aus ihrer Staffel. Als Kirsten dann mit Lotte das erste Schnuppertraining bei Uschi mitgemacht hatte, war klar, dass sie mit Lotte genau diese Art von Nasenarbeit vertiefen will.


Lagebesprechung vor dem Trail, Uschi gibt noch einmal letzte Anweisungen. Mit dabei unsere fleissigen Helfer Felix und Meike. Kurz vor dem Ansetzen legt Kirsten das Geschirr bei Lotte an.

Die Seifenblasen verdeutlichen, wie die Geruchspartikel durch den Wind verteilt werden.

Uschi zeigt Becky das Indument. Jetzt kann es losgehen ...

Lotte ist schon voll bei der Sache, auch wenn sie noch ganz am Anfang ihrer Trail-Karriere steht ...
